Kreuzabende Herzogenbuchsee
 
Rückblick - Kreuzabend vom 14.11.2007
Mittwoch, 14.11.2007 - Reformierte Kirche
30 Jahre Quantett Johannes Kobelt
Bild vergrössern Klingendes Intrumenten-Museum virtuos gespielt

Erleben Sie den unbeschreiblich seelenvollen Ton dieser Instrumente aus fünf Jahrhunderten und aus verschiedenen Kulturkreisen.

Quantett Johannes Kobelt
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Das Reich der Musik ist wohl unerschöpflich an Instrumenten, Klangfarben, Melodien und Rhythmen. Einen Ausschnitt aus dieser Vielfalt vermittelt seit seiner Gründung im Herbst 1973 das QUANTETT JOHANNES KOBELT. Katharina Kobelt, Adrian Bodmer und Johannes Kobelt bringen verschiedene Musikarten und -Stile nicht etwa durcheinander, sondern in einer ausgewogenen, bunten Mischung zur Darstellung. Die Wurzeln der Kompositionen sind in der Klassik, im alten Jazz, in der ungarischen und rumänischen Zigeunermusik, im alten Russland und in der Schweiz zu finden.
In einer Zeit des ausgesprochenen Spezialistentums ist es besonders beachtenswert, dass alle drei Musiker mehrere Instrumente virtuos beherrschen. Ihr „klingendes Instrumenten-Museum“ lässt teils bekannte, aber auch unbekannte und gar kuriose Instrumente aus fünf Jahrhunderten und verschiedensten Kulturkreisen ertönen.
Die pure Lust am Entdecken eines Klanges, seiner Vielfalt und Emotionalität, macht die drei Instrumentalisten zu begabten Tonsetzern, die kompositorisch geistreich überall zu Hause sind.

Das Instrumentarium des QUANTETT JOHANNES KOBELT reicht bis in das Jahr 1580 zurück und ist exzellent erhalten. - Der Ton dieser Instrumente ist unbeschreiblich seelenvoll!
Es sind bekannte und unbekannte, rare und auch kuriose Instrumente, Instrumente die man in dieser Erlesenheit und Ansammlung nirgendwo zu hören bekommt. Solch herrliche Exemplare verschwinden nur zu oft in Privatsammlungen oder Museen, und sind so zum Schweigen verurteilt.
 
Katharina Kobelt

Violine, Tanzmeistergeige, Trichtervioline, Prim-Balalaika, Concertina

Katharina Kobelt stammt aus einer Handwerkerfamilie und spielte schon als Kind Violine. Mit ihrem Vater am Akkordeon übte sie sich schon früh im Stegreif-Spielen. In den ersten Unterrichtsjahren wurde sie neben der klassischen Musik von ihrer ersten Violinlehrerin auch in osteuropäischer Musik gefördert.
 
Johannes Kobelt

Violoncello, Kontrabass, Bass-Domra, Klarinette, Sopran-Saxophon, Taschen-Cornet, Kontrabass-Aeola, Zwerg-Concertina, Schwyzerörgeli, Lotos-Flöte

Johannes Kobelt kommt aus einer Musikerfamilie, wo das Musizieren schon vor der Primarschule zum täglichen Vergnügen gehörte. Obwohl der Vater Kirchenmusiker war und die Mutter Violinistin, wurden im Elternhaus alle mögliche Arten von Musik gespielt.
 
Adrian Bodmer

Gitarre, Kontrabass-Balalaika, Alt-Balalaika, Bass-Saxophon, Bandoneon, Bass-Aeola, Banjo, Cuica, Scat und Gschnurr

Adrian Bodmer erlernte zuerst den Beruf des Kirchenorgelbauers und wurde Spezialist für das Stimmen dieser Instrumente. Er befasste sich ausgiebig mit Jazz und spielte in zahlreichen Jazz-orchestern.
Auf seiner zweijährigen Weltreise durch fast alle Kontinente befasste er sich mit vielen Musikarten - von indonesischer Gamelanmusik bis zu den Wurzeln des Sambas. Nach seiner Rückkehr führten ihn die musikalischen Erfahrungen vor und während der Reise zur klassischen Musik.

Rezension
Instrumenten-Museum tönte Instrumenten-Museum tönte
16.11.07 - Berner Rundschau